Die Tomate – weit mehr als nur Wasser!

Es gibt sie in allen Farben und Formen und sie zählt zu den beliebtesten Gemüse in Europa. Doch was enthält die Tomate noch, neben Wasser und Ballaststoffen? Und gehört sie eigentlich zu den Früchten oder doch zum Gemüse?

Ihren Namen verdankt die Tomate den Azteken, sie nannten sie Tomat und schufen damit die Grundlage für ihre Bezeichnung in vielen Sprachen. Bereits im 16. Jahrhundert fand sie ihren Weg von Zentral- und Südamerika nach Europa, galt allerdings lange als giftig und zierte die Gärten nur als Dekoration. Erst später entdeckte man, dass nur unreife Tomaten, den Kopfschmerz auslösenden Stoff Solanin enthalten und reife Tomaten daher ohne Bedenken konsumiert werden können.

Frucht oder Gemüse

Über die Einordnung der Tomate herrscht Uneinigkeit. In Europa wird sie aber generell eher dem Gemüse zugeordnet. Die Verwirrung kommt zu Stande, weil die Tomate aus einer Blüte entsteht, was generell eher bei den Früchten der Fall ist. Wenn man aber länger darüber nachdenkt, würde man ja bei einer Zucchetti auch nicht hinterfragen, ob es sich um eine Frucht oder Gemüse handelt. Kategorisiert werden Früchte und Gemüse meist aufgrund ihres Verzehrs, weshalb man die Tomate somit klar dem Gemüse zuordnen kann.

Sättigend, kalorienarm und voller Vitamine

Tomaten bestehen zu 90% aus Wasser, weshalb sie sehr kalorienarm sind. Nichtsdestotrotz enthalten sie aber viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sorgen für ein erstaunlich langes Sättigungsgefühl. Das enthaltene Vitamin C, welches sich vor allem in der Haut der Tomate befindet, stärkt das Immunsystem, das Vitamin E unterstützt die Bildung von Antikörpern, das Vitamin A sorgt für gesunde Zähne und Knochen und das Vitamin B wirkt sich positiv auf die Psyche und den Stress-Level aus.

Cherry_Tomate_aufgeschnitten

Schutz für unsere Zellen

Neben lebenswichtigen Vitaminen enthalten die Tomaten auch das Betacarotin Lycopin. Es gibt der Tomate ihr leuchtende Farbe und hilft unseren Zellen, einen Panzer gegen Angriffe zu bauen. Es ist also am Schutz unserer Zellen beteiligt und kann auch den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen.

Vier überraschende Fakten zur Tomate

  • Es gibt über 20’000 verschiedene Tomatensorten.
  • Tomaten setzen ein Reifegas frei und beschleunigen dadurch den Reifungsprozess von Obst und Gemüse, welches in der Nähe gelagert wird. Ist dies nicht gewünscht, sollten sie getrennt gelagert werden.
  • Tomatensaft ist ein gutes Antikater-Mittel, da es Mineralstoff- und Vitaminverluste ausgleicht.
  • In der Entdeckungszeit wurde die Tomate auch Liebes- oder Paradiesfrucht genannt, woraufhin der Verzehr von der Kirche zeitweise verboten wurde.

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